Bundesweiter Aktionstag für Klimagerechtigkeit
Pressemitteilung
Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Weltladen Friedrichshafen am 11. Mai am bundesweiten Weltladentag. Am 11. Mai lädt das Team des Weltladens zu verschiedenen Mitmachaktionen ein und feiert den internationalen Tag des Fairen Handels. Unter dem Motto „Für Klimaschäden Verantwortung übernehmen“ setzt das Team ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel.
Mit verschiedenen Mitmach-Aktionen wie Fair-Pong, Klima- Memory und anderen Interaktionen lädt der Weltladen ab 10 Uhr dazu ein, das Motto kennen zu lernen. In diesem Jahr stehen die Aktionen unter dem Zeichen „Für Klimaschäden Verantwortung übernehmen“. Die bundesweite Kampagne des Weltladen-Dachverbandes ruft die Politik dazu auf, Kleinbäuer*innen und Kleinproduzent*innen im Globalen Süden bei klimabedingten Schäden schnelle Hilfe zu leisten.
Die Bildungsreferentin des Häfler Weltladens Barbara Wagner spricht von einer derzeitigen Klimaungerechtigkeit: „Die Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden heute oft am stärksten unter den Folgen. Kleinbäuer*innen und Kleinproduzent*innen, deren Lebensgrundlagen durch Extrem-Wetterereignisse massiv bedroht sind, brauchen eine Möglichkeit, schnell und unbürokratisch Gelder zum Wiederaufbau zu bekommen“.
„Wir brauchen eine gerechtere Klimapolitik, die die Verursachenden der Klimakrise in die Verantwortung zieht und die besonders Betroffenen deutlich stärker schützt“, fordert Stephanie Seeger, Referentin der bundesweiten Kampagne zum Weltladentag beim Weltladen-Dachverband in Mainz. „Der auf der Welt-Klimakonferenz 2023 beschlossene Fonds für Schäden und Verluste ist eine wichtige Maßnahme auf dem Weg zu mehr Klimagerechtigkeit, jedoch reichen die derzeit zur Verfügung gestellten Mittel nicht einmal aus, um 1% der weltweiten klimabedingten Schäden und Verluste zu bezahlen. Die verursachenden Länder der Klimakrise stehen in der Verantwortung, deutlich mehr Gelder für den Fonds zur Verfügung zu stellen“, so Seeger weiter.
„Die Fair-Handels-Bewegung setzt auf nachhaltige und partnerschaftliche Handelsbeziehungen und unterstützt bereits Kleinbäuer*innen, die aufgrund von Extrem-Wetterereignissen ihre Ernte verloren haben. Was im Kleinen schon geschieht, muss nun im Großen weitergeführt werden“, betont Maxine Brindle, die als Eine Welt-Regionalpromotorin die Aktionen mit entwickelt hat. Um auf die Forderung der Weltläden nach Klimagerechtigkeit aufmerksam zu machen und mit Bürger*innen ins Gespräch zu kommen, präsentiert der Weltladen am 11. Mai zwischen 10 und 14 Uhr die Aktionen auf der dem Adenauerplatz zugewandten Seite. Dabei besteht auch die Möglichkeit, das neue Team „Next Generation @Weltladen“ kennenzulernen.
Die Kampagne „Für Klimaschäden Verantwortung übernehmen“ findet im Rahmen des bundesweiten Weltladentages statt. Der Weltladentag ist der politische Aktionstag der Weltläden. Seit 1996 beteiligen sich jedes Jahr rund 300 Weltläden und Eine-Welt-Gruppen in ganz Deutschland.
Hintergrund
Auf der Weltklimakonferenz 2023 (COP28) in Dubai sicherte die internationale Staatengemeinschaft 800 Millionen US-Dollar für den Fonds für Schäden und Verluste zu. Das Geld soll von der Weltbank verwaltet werden. Offen blieb, ob für den Fonds neue Mittel zur Verfügung gestellt werden oder bereits für andere Klimaschutzmaßnahmen zugesicherte Gelder umgewidmet werden. Außerdem wurde auf der COP28 nicht geklärt, wie Menschen, die am meisten von Klimaschäden und Verlusten betroffen sind, Zugang zu den Hilfs-Geldern bekommen können. Die Fair-Handels-Bewegung fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, mehr Gelder für klimabedingte Schäden und Verluste bereitzustellen und Möglichkeiten zu schaffen, das Kleinbäuer*innen und Kleinproduzent*innen niedrigschwellig Hilfe bekommen können.


