Schwarztee oder Grüntee?

Trotz aller Vielfalt im Angebot - Schwarztee und Grüntee stammen von ein- und derselben Pflanze, der Camelia sinensis. Man unterscheidet noch zwei Hauptsorten, Thea Sinensis und Thea Assamica. Letzterer liefert eher kräftige Mischungen mit dunkler, reicher Tasse - etwa Ostfriesische Mischung oder Assamtee.

Wieso gibt es dann so viele, völlig unterschiedliche Teesorten?

Das Geheimnis liegt in der Verarbeitung. Schwarzer Tee wird fermentiert, Grüner Tee lediglich getrocknet. Und in den Blattgraden. Die entscheiden, wie dunkel und reichhaltig der Tee in der Tasse erscheint. Auch die Anbaugebiete sind entscheidend am Aroma des fertigen Tees beteiligt. Einfach gesagt: Je höher und feuchter der Teegarten, desto feiner das Aroma und der Geschmack des Tees. Deshalb kann Tee nur in speziellen Regionen angebaut werden, in Indien zum Beispiel Darjeeling, Assam und Nilgiri, Sri Lanka (Ceylon), China, Japan und Afrika (Kenia und Tansania). Dies sind nicht die einzigen Anbaugebiete, aber alle qualitativ hochwertigen Tees kommen aus den genannten Regionen.

Was ist denn drin im Tee?

Dem Geheimnis der Inhaltsstoffe des Tees sind die Chemiker immer noch auf der Spur. Immerhin rund 600 wurden bisher identifiziert. Die meisten bilden sich während der Verarbeitung, besonders beim Schwarztee also bei der Fermentation. Der wichtigste Stoff ist das Koffein. Es ist tatsächlich der selbe Stoff wie im Kaffee. Die unterschiedliche Wirkung von Tee und Kaffee liegt nicht am Koffein, sondern an der Wechselwirkung mit anderen Stoffen, die in Tee und Kaffee völlig unterschiedlich sind. Grüntee enthält am wenigsten Koffein (circa 8 mg je Tasse), Oolong etwas mehr (circa 12 mg) und Schwarztee hat den höchsten Koffeingehalt, zwischen 25 und 110 mg; (Eine Tasse Kaffee bringt es auf 60 bis 120 mg).

Teechinesisch mit chinesischem Tee...

Das gilt natürlich nicht nur für chinesischen Tee, sondern für alle Tees aus sämtlichen Anbaugebieten. TGFOP oder BOP, GFOP oder SFTGFOP - der Normalmensch hat da leicht das Gefühl, chinesisch zu verstehen. Doch diese Abkürzungen verraten dem Kenner, was er in die Tasse bekommt. Sie beziehen sich auf die Größe der getrockneten Teeblätter. Wobei die Faustformel gilt: Je größer das Blatt, desto feiner das Aroma. Und auch der Preis richtet sich sehr stark danach - je besser, desto teurer. Diese Regeln sind allerdings nicht fest zementiert - ein Broken aus einer guten Ernte kann einen TGFOP aus einer schlechten leicht überflügeln. Hier hilft nur die Expertise erfahrener Verkoster, um dem Verbraucher die bestmögliche Qualität zu gewährleisten. Und die sorgen bei unseren Teeanbietern dafür, dass SIE allzeit die bestmögliche Qualität in die Tasse bekommen...

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Teegärten und Mischkulturen - wo kommt der Tee her?

Teegarten, das klingt blumig und relaxed. Leider ist die Wirklichkeit oft meilenweit davon entfernt. Es handelt sich um Monokulturen, die oftmals so weit das Auge reicht nur und ausschließlich Teesträucher beheimaten. Im konventionellen Anbau ist der Einsatz von Giften daher an der Tagesordnung. Der Faire Handel richtet daher sein Augenmerk auf biologische oder biologisch-dynamische Teegärten. Hier können Ernteausfälle für die Plantagenbetreiber zwar gravierend ausfallen, das Bekenntnis der Verbraucher zum FairTrade jedoch fängt dies wieder auf. Noch mehr profitieren sowohl die Anbauer als auch die Verbraucher vom Fairen Handel bei Mischkulturen. Hier wachsen die Teesträucher teilweise wild im natürlichen Umfeld mit Bäumen, Gewürzen und anderen Nutzpflanzen. Ein solcher Anbau ist nur durch FairTrade möglich, da den Erzeugern Mindestpreise unabhängig vom Weltmarktpreis und Zusatzprämien garantiert werden. Dafür sind die gewonnenen Tees auch von außergewöhnlicher Qualität. Der Weltladen ist die beste Quelle für außergewöhnlichen Teegenuss.

 
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