Montag, 16. Dezember 19 um 22:35 Alter: 41 days

Weltladen sucht Partner und Mitarbeiter - Auch Vereine können die Angebote und Leistungen des Weltladens buchen

Von: Ralf Schäfer - Schwäbische Zeitung Friedrichshafen

Foto: Archiv

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Der Weltladen ist nicht nur Dreh- und Angelpunkt für fairen Handel und hat maßgeblich diese Stadt zu einer „Fair-Trade-Town“ werden lassen. Jetzt sollen Netzwerke geknüpft und die Arbeit auf breitere Beine gestellt werden. Globales Klassenzimmer mit enormer Resonanz an den Häfler Schulen und Zusammenarbeit mit dem Zukunftslabor der Zeppelin-Universität sind die Basis. Die Zusammenarbeit soll intensiviert werden.

„Diese Stadtverwaltung arbeitet herausragend mit uns zusammen“, lobt Margret Halder, Geschäftsführerin des Weltladens Friedrichshafen, die Haltung der Verwaltung, die den Trägerverein des Weltladens durch Kooperation unterstützt und gemeinsame Projekte organisiert. Wichtig für den Verein aber ist auch die Nachwuchsarbeit, um neben den rund 30 Mitarbeiterinnen, die im Laden in der Schanzstraße mithelfen, auch Menschen für die sonstige Arbeit des Weltladens zu interessieren. „Das ist einerseits Bildungsarbeit, andererseits entstehen auf diese Weise auch sinnvolle Netzwerke“, sagt Margret Halder.

Über 1100 Mal haben die Häfler in der zurückliegenden Zeit die Unterrichtsmodule des Globalen Klassenzimmers abgerufen. Dabei geht es um den fairen Handel, die Herkunft der Produkte und die Arbeit, die der Verein und der Laden damit erreicht. Eine der wichtigsten Effekte ist die Bekämpfung von Fluchtursachen, in erster Linie geht es aber darum, fair mit den Erzeugern der Produkte umzugehen und nicht ausbeuterisch. Und die Produkte, die die Kinder und Jugendlichen dabei kennen lernen, sind nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kleidung, Schmuck, Musikinstrumente und andere Dinge des täglichen Lebens.

„Ziel des „Globalen Klassenzimmers“ ist es, Heranwachsenden die globalisierte Welt als ,Eine Welt’ näherzubringen, Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklungen zu vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein der Heranwachsenden als Bürger und Konsumenten zu stärken. Mit dem Globalen Klassenzimmer werden den Schulen in Friedrichshafen Unterrichtsmodule rund um die Themen Globalisierung und Nachhaltigkeit, Fairer Handel, Migration, kulturelle Vielfalt und Integration, Gerechtigkeit und Menschenrechte, Städtepartnerschaften sowie verantwortungsvoller Konsum angeboten“, schreibt der Verein auf der eigenen Internetseite.

Die Module des Globalen Klassenzimmers sind dabei ein von der Stadt vermitteltes Angebot außerschulischer Referenten, das sich an den aktuellen Lehrplänen orientiert und den Bildungsauftrag der Schulen unterstützt. Die ein- bis zweistündigen Module richten sich vorrangig an Schüler der Klassen 3 bis 11 und Jugendgruppen von Kirchen und anderen Einrichtungen.

Daneben hat der Verein Kontakt zum Zukunftsbüro der Zeppelin-Universität (ZU) aufgenommen. Die ZU hat mit dem Zukunftsbüro eine Einrichtung geschaffen, die Fragen der Nachhaltigkeit verfolgt. Seit November 2017 gibt es dieses Zukunftsbüro an der ZU als „institutionalisierte Drehscheibe für Nachhaltigkeit“. Als solche stehe sie impulsgebend zwischen Lehre, Forschung, Betrieb sowie Studierenden und nehme zudem externe Ideen aus der Bodenseeregion sowie Nachhaltigkeitsnetzwerken auf. Auf diese Art und Weise solle Universität nachhaltig gestaltet werden, schreiben die Initiatoren auf der Website der ZU.

Der Weltladen möchte darüber hinaus auch zu Vereinen Kontakte schaffen. Mit bestehenden Kooperationen könnten Veranstaltungen mit fair gehandelten Produkten bestückt und Veranstaltungen versorgt werden. Die „Jugend musiziert“-Veranstaltungen in Friedrichshafen werden in Kooperation mit Schülergruppen des Graf-Zeppelin-Gymnasiums, mit dem Don-Bosco-Haus und eben dem Weltladen mit Catering versorgt. Ähnliche Kooperationen werden von Margret Halder gesucht, um den Gedanken des fairen Handels weiterzutragen. Aber eben auch, um weitere Interessenten für die Arbeit zu gewinnen, die der Weltladen im Ladenlokal und auf eigener Vereinsebene vor sich hat.

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