Montag, 20. Mai 19 um 21:37 Alter: 177 days

Afrika zu Besuch in Friedrichshafen: Spiritualität und pulsierender Rhythmus

Chor Boboto aus Augsburg

Foto: Geiselhart

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Über Lebensfreude, Spiritualität und den pulsierenden Rhythmus des schwarzen Kontinents hat man sich am Wochenende erfreuen können. Viele Besucher kamen zur mittlerweile sechsten Auflage der „Afrika-Tage“, die rund um das Haus der kirchlichen Dienste und die canisianischen Gärten gefeiert wurden. Eingebunden war auch der Fallenbrunnen - dort fanden unterschiedliche Filmabende statt. Zu den Höhepunkten gehörten das Konzert mit „Taxi Brousse“ am Samstagabend, die zahlreichen Workshops und Vorträge, nicht zuletzt auch der mitreißende Sonntagsgottesdienst im kongolesischen Ritus mit Pfarrer Sebastian Mukoma und den dem Chor „Boboto“ aus Augsburg.

Offiziell eröffnet wurden die Afrikatage von Sozialminister Manne Lucha. „Baden-Württemberg ist bunt und vielfältig. Und gerade diese Vielfalt macht uns aus“, sagte er. Gerade auch an den Häfler Afrika-Tagen werde die damit zusammenhängende Bereicherung – nicht nur in kultureller und kulinarischer Hinsicht – deutlich. Unter den Besuchern sah man wie immer viele Bekannte. „Ich komme sehr gerne hierher“, so das Bekenntnis des Häflers Hans-Dieter Litges. „Ich sehe das auch als Zeichen der Solidarität. Gerade wir Europäer haben eine hohe Bringschuld in Bezug auf Afrika einzubringen. Das Schicksal Europas entscheidet sich mit in Afrika“, betonte er mit Überzeugung. Seit vielen Jahren dabei sind auch einige Mitglieder des Tombola-Teams um Schwester Christa-Maria Günther, die auch Lehrerin an der Mädchen- und Jungen-Realschule St. Elisabeth. „Wir machen immer noch gerne mit, obwohl wir der Realschulzeit entwachsen sind“, berichteten Lea Fischer und Leonie Janzen, die mittlerweile weiterführende Schulen besuchen, und Selina Fischer, die inzwischen an der Pädagogischen Hochschule Weingarten studiert. „Bei den Afrika Tagen als Helfer dabei zu sein, ist einfach eine interessante Erfahrung. Und man viele neue Leute kennen, die man sonst nicht kennenlernen würde“, waren sich die drei Mädels einig.

Senegalesisch tanzen
Genug zu sehen und zu erleben gab es in jedem Fall. Vielleicht einen Tanz- oder Trommelworkshop mit Künstlern aus dem Senegal besuchen? Dass Trommeln jede Menge Spaß machen kann, bewies auch die „Djembe“-Gruppe um Leiterin Mary Reisch-Hug, die mit unterschiedlichen Rhythmen aus Guinea und Ghana ihr Publikum begeisterten. „Wir treffen uns einmal pro Woche. Gerade das Rhythmus-Gefühl und die Koordination beim Trommeln werden beim gemeinsamen Trommeln prima gestärkt“, erzählte Gabriela Poisel. Guter Dinge waren auch Frank Maurer und Giovanny Diergaardt am Stand des Vereins „Nambiakids“. Uns geht es heute um das Werben von Mitgliedern und natürlich auch um das Sammeln von Spenden, um unsere Bildungsprojekte in afrikanischen Schulen und Kindergärten gut weiterführen zu können“, sagten sie.

Der Erlös der Afrika-Tage kommt neben dem Kinderhilfsprojekt Namibiakids der Mityana-Patenschaft der Kirchengemeinde St. Nikolaus in Uganda und dem „Lesedi Centre of Hope“ der Sießener Franziskanerinnen in Südafrika zugute.


 
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